Inselleben, La Digue, Seychellen
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Über das Leben auf einer kleinen Insel

Über das Leben auf einer kleinen Insel, Seychellen, La Digue

Stell dir vor, du fährst mit dem Fahrrad etwa 5 Kilometer in südöstliche Richtung, dann geht es nicht mehr weiter. Es folgt ein wilder Traumstrand mit tosender Brandung. Dann fährst du die Strecke wieder zurück in den Norden, bis die Straße endet und es nicht weiter geht, dann folgt ein weiterer Traumstrand, an dem es meistens keine Besucher gibt. Stell dir vor, du lebst auf einer 5×3 km und 9,81 km² großen Insel und rundherum gibt es nichts, außer weitere 114 Inseln und den gigantischen Ozean. Das nächste Festland, Afrika, liegt 1.600 km entfernt. Genau dieses Leben habe ich mir ausgesucht, denn ich lebe auf dieser Insel, genauer gesagt auf La Digue.

Gerade einmal knapp 250 Jahre jung ist die Geschichte der Seychellen, denn erst 1770 gab es die erste Besiedlung. Im Jahr 1972 eröffnete der einzige internationale Flughafen auf Mahé, nämlich genau dann, als auch der Tourismus Einzug auf die Seychellen erhielt. Seitdem ist nichts mehr, wie es einmal war. Und das meine ich nicht negativ, ganz im Gegenteil. Wäre es anders gewesen, so hätte ich vor vier Jahren vermutlich nicht dieses Reiseziel für meinen Urlaub ausgewählt. Wäre es anders gewesen, so würde ich jetzt gerade nicht auf meiner kleinen Trauminsel leben – ganz weit weg von dem Leben, das ich zuvor lebte. Außerdem könnten viele Einheimische ohne den Tourismus nicht so leben, wie sie es jetzt tun – und das ist ein schönes Argument. Ich liebe es, sie dabei zu beobachten, wie sie mit viel Liebe ihr Gästehaus betreuen oder als Guide den Urlaubern ihre Insel zeigen.

Nun ist es längst Zeit, einen Einblick in mein Leben zu geben.

La digue karte Seychellen

La Digue, Seychellen

Home is where my Paradise is 

La Digue zählt mit Mahé und Praslin zu den drei Hauptinseln der Seychellen. Sie ist die kleinste und auf ihr tickt die Uhr noch etwas langsamer als bei den beiden großen Schwestern. Auf La Digue leben rund 2.700 Einheimische, sog. Seychellois – dazu kommen dann noch 1.000 Urlauber (wenn alle Betten belegt sind). Denn bei den meisten darf diese Insel bei der Seychellenreise natürlich nicht fehlen darf.

Auf der Insel gibt es eine Schule, eine Kirche, ein kleines Krankenhaus, eine Polizeistation, eine Feuerwehr, eine Tankstelle, einen größeren Supermarkt, ein paar kleine Läden, die das Nötigste anbieten, Restaurants, Take Aways sowie etwa ein Dutzend Shops, in denen es Souvenirs, Klamotten oder sonstige einfache Textilien zu kaufen gibt. Da wären dann noch – wenn ich gerade richtig gezählt habe – 21 Traumstrände, der 333 m hohe Berg Nid d’Aigle, auch „Adlernest“ genannt, der Park „L’Union Estate“ mit dem meistfotografierten Strand der Welt, die Anse Source d’Argent, und gefühlt eine Million Granitfelsen, die an jeder möglichen Stelle aus dem Boden empor ragen und dieser Insel ein ganz eigenes Flair verleihen. Das ist natürlich längst nicht alles, aber zu viel verrate ich hier jetzt nicht.

Straßennamen sind auf La Digue nicht notwendig. Pakete werden einfach am Hafen abgeholt oder direkt nach Hause geliefert. Hier weiß man, wo jeder wohnt. Das Zentrum von La Digue, La Passe, befindet sich unmittelbar am kleinen Hafen. Ein Zentrum, das sich vielleicht der ein oder andere anders vorstellt, aber es ist der Bereich der Insel, an dem – neben dem Traumstrand Anse Source d’Argent – das meiste los ist. Hier treffen sich Einheimische auf ein Bier am Abend, kommen Urlauber mit der Fähre an, werden Fahrräder verliehen, werden die neuesten Inselinfos ausgetauscht.

An der kleinen Straße reihen sich ein paar Läden aneinander, darunter eine Bank, ein Bankautomat, Takeaways, ein Restaurant, das Tourist Office und ein paar kleinere Shops. Und natürlich Tarosa, eine Open-Air-Bar der Insel und Treffpunkt der Einheimischen am Wochenende, wenn ab 22/23 Uhr Live-Musik gespielt wird und man mich dann auch häufiger dort trifft. Dann natürlich mit unserem guten Bekannten, dem Takamaka-Rum – hin und wieder darf es auch mal Rotwein sein. Die Seychellois lieben es zu trinken. Und zu tanzen. Vor allem am Wochenende. Vor allem aber am Sonntag, wenn sich Familien mit Freunden an den Stränden zum BBQ treffen, da darf dann natürlich auch der Alkohol nicht fehlen. Es ist also nicht ungewöhnlich, einen Seychellois am Sonntagmorgen um 9 Uhr mit einem Seybrew- oder Guniess-Bier in der Hand zu treffen. Es ist ja schließlich Sonntag. Wer am Montagmorgen in die Shops geht, wird zu einer sehr großen Wahrscheinlichkeit leere Takamaka-Regale vorfinden. Besonders beliebt sind übrigens die Kokos- und Vanille-Varianten. Für die Männer darf es auch mal der dunkle Rum mit besonders vielen Umdrehungen sein. Gemischt mit frischen Säften für die Damen oder auf Eis für die Herren, und einer Prise Paradies sowie dem Duft von Kokosnusspalmen – so lässt es sich leben.

Von der Fahrradstadt Münster auf die Fahrradinsel La Digue

Fahrrad fahren kenne ich noch aus meinen Zeiten in Münster, der Fahrradstadt Deutschlands, wo  ich studiert und lange Zeit gelebt und gearbeitet habe. In Münster hat jeder Einwohner durchschnittlich zwei Drahtesel. Hier auf La Digue ist es ähnlich, auch wenn es nur eines pro Person ist. Ganz egal, ob Seychellois oder Urlauber – hier fährt man Fahrrad.

Auch wenn es einst keine Autos auf La Digue gab und der Ochsenkarren zum Transport von allerlei Dingen verwendet wurde, so hat sich dies bis heute geändert. Den Ochsenkarren sieht man noch, aber dann nur als beliebtes Fortbewegungsmittel bei Hochzeiten, wenn die Braut vom Hotel zum Strand chauffiert wird oder aber für Inselausflüge.

Autos hingegen sieht man jetzt häufiger, wenn sie an einem vorbei rasen und das auch noch schneller als die Richtgeschwindigkeit 30. Die Unterbodenbeleuchtung darf bei einigen natürlich auch nicht fehlen. Immer wieder lese ich von enttäuschten Urlaubern, die in ihrer Scheinwelt eine Insel ohne Autos, aber unzähligen Ochsenkarren erwarten und sich von jedem vorbeifahrenden Auto die Urlaubsfreude verderben lassen. Woher kommen diese Erwartungen? Das weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, dass es mittlerweile über 45 Autos auf der Insel gibt. Darunter nicht nur Autos, sondern auch die offenen, elektronischen Club-Cars, die fast geräuschlos an einem vorbei fahren. Ich mag die irgendwie und für mich passen sie viel besser in das Inselbild. Aber auch das Paradies entwickelt sich weiter. Auch hier wird gebaut, auch hier müssen schwere Dinge transportiert werden, auch hier fahren Bagger an einem vorbei, auch hier müssen Supermärkte bestückt werden, auch hier wollen Urlauber in einem klimatisierten Taxi sitzen und in ihre Unterkunft gebracht werden. Kein Scherz.

wie ist das Leben auf so einer kleinen Insel?

Ich konnte das vorab bei meinen maximal 4-wöchigen Aufenthalten nur erahnen und mir in meinen Träumen ausmalen. Acht Mal war ich bereits auf den Seychellen und konnte mir ein Bild verschaffen, wie das Leben hier wohl sein mag. Immer länger wurde mein Aufenthalt über die Jahre. Ich wusste, dass ich den Überfluss in Deutschland nicht benötige. Ganz im Gegenteil, er hat mich gestresst und mich fertig gemacht. Einen Überfluss in dieser Art gibt es hier nicht, nicht im geringsten. Es gibt keine Einkaufsstraßen, in denen man sein Geld für sinnlose Dinge ausgeben könnte. Keine unzähligen Cafés. Keine Kinos. Keine Burgerläden. Keine unzähligen Supermärkte. Keine Museen. Kein Stress. Keine Menschenmassen. Dafür gibt es hier auf den Seychellen etwas anders, das für mich unbezahlbar ist: Sonne, Natur, Strände, Meer, Palmen, Berge, Kokosnüsse, Granitfelsen & pure Lebensfreude.

Von 100 auf Null in einem Monat

Einmal runterfahren, bitte. Mittlerweile ist fast ein Jahr vergangen und ich habe schon lange einen Alltag gefunden. Von 100 auf fast Null in einem Monat, das war am Anfang ganz gewiss nicht einfach. So sehr war ich an die Tretmühle in Deutschland gewöhnt. Dort war alles hektisch. Dort muss alles schnell gehen. Hier läuft es anders, denn im Paradies kennt man keinen Zeitdruck, geschweige den Stress. Wofür auch? Es gibt ja noch Morgen. Und Übermorgen. Oder eben den Tag danach. Wen juckt das schon. Daran musste ich mich natürlich gewöhnen und so langsam gelingt mir das, aber auch jetzt nach über einen Monat höre ich von meinem Freund immer wieder: „Wir haben Zeit“. Und wie Recht er hat, sogar alle Zeit der Welt.

Wieso 5 Sterne, wenn man 5 Millionen haben kann

Das ist mein Leitbild. Luxus, wer braucht das schon. Das wird auch mir immer wieder bewusst. Als wir auf Bird Island nachts auf einer stockdunklen Insel am Strand saßen, keine Menschen weit und breit, und in den Sternenhimmel schauten. Wenn wir bei Vollmond darauf warten, wie der Mond am Horizont aufgeht, immer dann blicke ich in den Himmel und mir wird klar, wie glücklich ich mich gerade schätzen kann, dieses Leben zu leben. Ich bin in jeder Sekunde dankbar.

Langsam ertappe ich mich allerdings dabei, wie ich mich an Dinge auf der Insel gewöhne. So spaziere ich an der Anse Source d’Argent entlang, einst imponiert von den traumhaft gigantischen Granitfelsen, nehme ich sie jetzt manchmal nur noch im Augenwinkel wahr. Oder aber ich fahre mit dem Fahrrad durch den L’Union Estate, durch die unzähligen beeindruckenden Kokosnusspalmen, einst mit Kamera in der Hand, jetzt der Blick nach vorne gerichtet, die Gedanken beim Abendessen oder bei der gewaschenen Wäsche, die Zuhause auf die Wäscheleine wartet. Wenn ich mich dabei erwische, muss ich schmunzeln. Auch hier gibt es sie, die Gewohnheit. Ich liebe meinen Alltag hier. Wer mich aber von Montag bis Donnerstag am Strand sucht, der wird mich vergeblich suchen. Höchstens mal in der Mittagspause für eine Stunde. Zu finden bin ich dann aber vor meinem Macbook.

Seychellen L'Union Estate

Auf dem Weg zur Anse Source d’Argent gibt es unglaublich viele Kokosnusspalmen zu bestaunen.

Gibt es auch Schattenseiten im Paradies?

Immer wieder merke ich, wie wichtig es hier ist, eine Beschäftigung zu haben. Die habe ich glücklicherweise. So sehr, dass ich mir manchmal sogar mehr Zeit wünsche, denn so viele Ideen und Pläne gibt es in meinem Kopf. Wenn ich mir selbst die Frage stelle, ob mir etwas fehlt, so kann ich dies – abgesehen von meiner Familie und meinen Freunden natürlich – bis jetzt mit einem ehrlichen Nein beantworten. Auf einer so kleinen Insel muss man sich aber beschäftigen können. Und damit meine ich nicht am Strand liegen, sonnen oder sonstige typische Urlauber-Aktivitäten.

Ein für immer anhaltender Urlaub würde irgendwann langweilig werden.

Auch auf einer Insel gibt es Schattenseiten. Ich nenne sie jedoch nicht Schattenseiten, da nur ich sie so empfinde. Verwöhnt von dem Überfluss in Deutschland, sehen das die Einheimischen natürlich nicht so. Sie kennen es eben nicht anders. Wenn man beispielsweise etwas benötigt, sei es Klamotten, Lebensmittel oder Gegenstände, die den allgemeinen Bedarf übersteigen, dann bekommt man es auf La Digue nicht. Dann fährt man entweder nach Mahé, dort gibt es ein minimal größeres Angebot. Oder aber wir fragen Urlauber, ob wir es zu ihnen nach Hause bestellen und sie es uns mitbringen können. Auch meine lieben Leser fragen mich, ob sie mir etwas mitbringen können – was ich immer gerne annehme. Was das dann so ist? Nächste Woche bekomme ich eine neue Haarbürste, Sonnenöl, eine Boardshorts, Para- und Walnüsse, meine Lieblingsnüsse, die es hier nicht gibt. Auch elektronische Geräte, Ersatzteile für meine Kamera oder sonstiges technisches Equipment würde ich mir aus Deutschland schicken lassen oder online bestellen, zu teuer wäre die Anschaffung hier.

Auf La Digue gibt einen größeren Supermarkt, STC, der es tatsächlich weitestgehend schafft, die Regale gefüllt zu halten. In den Regalen findet man einheimische, aber zu einem größeren Teil importiere Waren, darunter auch viele deutsche Produkte. Trotzdem kann es sein, dass Regale leer sind, dass man für ein paar Tage keine Zahnbürsten, keine Joghurts oder keine Haferflocken bekommt. Dann kommt man halt an einem anderen Tag wieder. Auch Obst ist manchmal Mangelware – man glaubt es kaum. Und wer auf La Digue Käse sucht, geschweige denn Schafskäse, Schmelzkäse oder Streukäse, der wird es ganz gewiss nicht finden. So wie viele andere Dinge, die man in Deutschland glaubt zu benötigen. Und manch ein Urlauber wird sich fragen, wie man sich mit dem Angebot täglich versorgen kann. Es geht. Sehr gut sogar. Vieles kommt schließlich aus dem Garten, aus dem Nachbarsgarten, von den Obst- und Gemüseständen oder fangrisch aus dem Meer.

Wer es liebt shoppen zu gehen, wird auf den Seychellen vergeblich nach einer Einkaufsstraße suchen. Einfach mal Geld ausgeben, durch Geschäfte bummeln und die neusten Klamotten und Trends kaufen, das geht hier eben nicht. Wieso auch? Hier benötigt man nicht viel: Flip Flops, ein luftiges Kleidchen – et voilà, fertig ist das Inseloutfit. Da kommt dann aber auch bei mir noch die Gewohnheit durch, einfach loszugehen, wenn man etwas braucht und es direkt zu besorgen. Auf La Digue wird man es zu einer großen Wahrscheinlichkeit nicht finden. Daher gehe ich erst gar nicht los, sondern frage mich, ob ich es wirklich brauche oder ob es einfach die Gewohnheit ist. Aber auch hier gibt es sie, die Online Shops, die auf die Seychellen liefern. Lieferzeit: 2 Wochen. Ich werde es bald ausprobieren.

Anstatt Geld für sinnlose Dinge auszugeben oder sich beim Geld ausgeben abzulenken, suche ich mir andere Beschäftigungen. Ich gehe dann zu meinem Lieblingsstrand, lese, fahre mit dem Fahrrad über die Insel, gehe joggen, schwimmen, klettern oder schnorcheln, schaue Sonnenuntergänge, lerne Kreol, treffe Leser, begleite Touren- & Bootsausflüge, schreibe, fotografiere oder arbeite an meinem Blog. Oder wir machen was, was wir zuvor noch nie gemacht haben. Auf einen neuen Felsen klettern. Wandern. Ein neues Gericht kochen. Eine andere Insel besuchen (da warten noch etwa 100 mir unbekannte Inseln). Mit dem Fischerboot die Inseln erkunden. Oder eben andere Abenteuer. Hier auf der kleinen Insel La Digue wird es eben niemals langweilig…

PS: Wenn ihr auf den Seychellen seid und Interesse an Wanderungen, Bootsausflügen oder sonstigen Touren habt, dann meldet euch – ich gebe euch gerne Empfehlungen & Kontakte. Übrigens machen wir auch Sunset-Beach-BBQs am Strand. 

Kategorie: Inselleben, La Digue, Seychellen

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Hi! Ich bin Simone, Onlinerin von Herzen, Weltentdeckerin mit Dauerfernweh – und einem Faible für exotische Reiseziele. Ich liebe das Meer, Inselparadiese & Abenteuer. Wenn ich nicht gerade auf den Seychellen mit einer Kokosnuss am Strand liege, Riesenschildkröten knutsche oder im Meer plansche, dann bin ich woanders auf dieser wundervollen Welt unterwegs. Mehr über mich

32 Kommentare

  1. Wow! Ein toller Bericht … Und du sprichst so viel Wahres an! Sehr schön geschrieben :)
    Ich war noch nie auf den Seychellen, aber das wird eines Tages auch noch kommen…
    Alles Liebe und viele Grüße aus Deutschland (heute auch mal mit Sonne)!
    Sarah

    • Liebe Sarah,
      DANKE für deinen Kommentar. Hab mich sehr gefreut!
      Ich schicke euch die Tage noch mehr Sonne. :-)

      Liebe Grüße,
      Simone

  2. Hey Simone,

    wieder mal ein unglaublicher toller Bericht! Es ist immer eine Freude, wenn man zumindest für einen kleinen Moment beim Lesen unserer deutschen Wirklichkeit entfliehen kann.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute dieser Welt und dass du deinen Traum auch weiter so intensiv erleben darfst!

    LG
    Nico

    • Dankeschön, Nico. Das freut mich wirklich, das zu hören.
      Ich wünsche dir auch nur das Beste!

      Liebste Grüße von meiner Lieblingsinsel,
      Simone

  3. Reinhard sagt

    Liebe Simone

    Ich habe Deinen Bericht über La Digue, Deiner neuen Heimat, soeben gelesen.
    Ein gewisses Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen – warum?
    Nun, wie aus einigen meinen Antworten auf Deinen schönen Blog ersichtlich ist,
    kenne ich diese Trauminsel sehr gut und im November ist es wieder so weit.
    Mein Schmunzeln beruht auf der Tatsache das ich vor etwa 37 Jahren fast dieselben
    Zeilen wie Du jetzt, an meine Freunde schrieb. Damals natürlich noch per Brief, Internet
    gab es noch nicht. Der Unterschied liegt in der Insel. Du schreibst über La Digue und ich schrieb damals über Sardinien.
    Diese Insel kannte ich schon seit Beginn der 70er Jahre und nach Jahren von Urlaubsreisen, die immer ausgedehnter wurden, war endlich die Zeit reif für immer (!) dort zu leben.
    Gemacht, getan und daraus wurde eine kleine Ewigkeit von 33 Jahren Inseldasein.
    Ich lebte praktisch alle Formen eines Inseldaseins durch, von absoluter Begeisterung (relativ blind für Realitäten bzw. schönfärben) bis hin zur kritischen Distanz und natürlich alle Formen des Überlebens. Angefangen von Bauernhof mit Ziegen, Schweinen und Kühen, über Bürojob, Handwerker und dann im Tourismus als Verwalter und Betreuer von ca. 200 Villen/Appartements für eine dt. Agentur.
    Zwei Ehen säumten meinen Weg (nicht jeder kommt mit dem Inselleben zurecht…), mein
    Sohn wohnt und arbeitet noch auf Sardinien, aber ich wohne nun glücklich mit meiner
    Lebensgefährtin in der Nähe von Ulm.
    Sardinien ist Vergangenheit und unterm Strich habe ich nun eine „Inselphobie“. Das heißt: Inselurlaub jederzeit (siehe La Digue), aber leben…….Nein.
    Vielleicht können wir uns im November (ab dem 21.) mal auf La Digue treffen und
    Erfahrungen austauschen.
    Liebe Grüße
    Reinhard

  4. Hallo Simone,
    ich kann richtig rauslesen, wie wohl du dich fühlst auf den Seychellen! Ich war noch nie dort, aber dein Bericht macht richtig Lust drauf, das Leben da kennen zu lernen. Es klingt so banal, aber die einfachen Dinge können einen oft so viel glücklicher machen, als eine riesige Auswahl und Vielfalt. Einfach am Meer sein können, einfach Sonne haben, Wandern gehen… ich bemerke auch gerade hier in Südafrika, dass ich gar nicht so viel zum Leben brauche, um sehr zufrieden zu sein :)

    Liebe Grüße,
    Kathi

  5. Christa sagt

    Hallo Simone,
    deine Berichte sind toll, wir lesen sie sehr gern und haben schon viel Wissenswertes, speziell zu den Seychellen, mitgenommen. Bald wird sich zeigen, ob sich deine Packliste auch für uns bewährt – am 3.9. steigen eine Freundin und ich in den Flieger und dürfen deine Trauminseln besuchen. Die Vorfreude ist schon riesig!
    Ab 11.9. sind wir auch eine Woche auf La Digue – wenn du etwas brauchst, melde dich gern, wir bringen es mit, wenn es nicht zu „technisch“ ist ;-)
    Herzliche Grüße
    Christa

    • Hi Christa,
      dann gib mir danach doch mal Bescheid, ob die Packliste für dich auch gut war. :-) Falls ich noch etwas benötige, melde ich mich sehr gerne bei dir. Vielen lieben Dank für das Angebot.

      Bis ganz bald!
      Simone

  6. Toller Beitrag! Und super geschrieben. Werde dir gerne „folgen“ und bin schon gespannt auf die nächsten Beiträge :)
    Leider komme ich in nächster Zeit nicht auf die Seychellen um dir das Angebot zu machen dir was mitzubringen. Aber sehr interessant, dass das über solche Umwege geht. Man kann eben nicht alles haben ;)
    Viele Grüße
    Tatjana

    • Hi Tatjana,
      dankeschön, das freut mich. Du hast Recht, man kann nicht alles haben. Aber wenn ich mal was haben möchte, was es hier nicht gibt, dann ist das schon praktisch.

      Liebe Grüße,
      Simone

  7. Felix sagt

    Hallo Simone,
    toller Bericht und Respekt für diesen Schritt, dein altes Leben hinter dir zu lassen und dich auf dieser kleinen Insel nieder zu lassen.
    Meine Frau und ich sind seit gestern auch auf La digue, gestern war das Wetter ja noch schön, heute und morgen sieht es allerdings nicht sehr berauschend aus.
    Hast du vielleicht ein paar Tipps wie man sich die Zeit bei diesem Wetter vertreiben kann ?
    Liebe Grüße Felix

    • Hey,
      also das Wetter kann sich hier ja sehr schnell ändern und heute Mittag war es ja wieder schön. Morgen ist es wieder besser, den so viel Regen habe ich seit 6 Wochen hier noch nicht gesehen. :-)

      Liebste Grüße,
      Simone

      • Felix sagt

        Stimmt, gegen frühen Nachmittag wurde es langsam besser. Haben uns dann doch noch auf dem Weg zum Grand anse gemacht. Wollte auch zum Petit Anse, sind da allerdings nicht oben lang, wie ich später gelesen habe, sonder immer tiefer in den Busch über Stock und Stein ins nichts gelaufen. Sind dann irgendwann umgekehrt :D morgen werden wir einen zweiten Anlauf starten und diesmal sicherlich Erfolg haben.
        Liebe Grüße Felix

  8. Wolfgang sagt

    Hallo Simone,

    das sind echt geniale Beiträge von dir über die Seychellen. Zum Glück haben wir für Dezember schon unsere Flüge gebucht – ansonsten hätte ich es jetzt gemacht ;-)
    wir werden vom 10.-28.12. dort sein und wollen die erste Woche Mahe anschauen. Dann soll es soll es über Praslin nach La Digue gehen. Dort wollen wir dann Weihnachten verbringen. Kannst du uns eine schöne Unterkunft empfehlen? Am liebsten ein Guesthouse oder Selbstversorger; auf keinen Fall wollen wir in ein Resort :-)
    Falls du in der Zeit dann Nüsse brauchst, melde dich, wir bringen dann welche mit.

    Bin schon auf den nächsten Artikel gespannt … man… bis Dezember ist noch ganz schön lange hin, wenn man hier den Mund so wässrig gemacht bekommen.

    Viele Grüße,
    Wolfgang

    • hihihiii, danke Wolfgang. Das freut mich sehr! Auf Praslin und La Digue gibt es jede Menge Gästehäuser, mit denen man in der Regel generell nichts falsch machen kann. Schau am besten Mal bei Tripadvisor, da bekommst du einen guten Überblick über die Bewertungen. Oder aber bei SeyVillas, da findest du zahlreiche Unterkünfte übersichtlich dargestellt mit jeder Menge Bilder (www.seyvillas.com) Ansonsten schau dir auf La Digue mal Domaine des Rochers, Casa de Leela, La Digue Holiday Villa oder Pension Michel an, die fallen mir gerade spontan ein. Auf Praslin empfehle ich immer gerne die Beach Villas an der Grand Anse, aber auch dort gibt es jede Menge andere schöne Unterkünfte.

      LG, Simone

      • Wolfgang sagt

        Hallo Simone,

        danke für die Antwort. Mittlerweile sind wir fündig geworden und haben auf allen 3 Inseln unsere Unterkünfte :-)
        Über Weihnachten sind wir dann auf deiner neuen Heimatinsel … vielleicht sehen wir uns ja dort dann einmal.

        LG. Wolfgang

        • Hi Wolfgang,
          wie schön, das freut mich. Das könnt ihr euch ja jetzt bis Dezember erst mal riesig freuen. :))

          Liebe Grüße,
          Simone

  9. Pingback: Reiseblogger-Wochenrückblick 7/2016 - Reiseblog pixelschmitt

  10. Hey Simone,
    gerade über Insta jetzt hier gelandet und den Beitrag verschlungen.
    Ich denke auch, dass ohne eine Beschäftigung selbst das Paradies irgendwann keinen Reiz mehr ausübt.
    Kommt ihr denn mit Einheimischen in Kontakt oder habt ihr dort schon andere Freundschaften knüpfen können? Ich hätte da eher Angst, dass man doch recht einsam ist hier und da…
    Liebe Grüße
    Nadine

  11. Karen sagt

    Hallo Simone,

    mein Freund und ich werden Ende Oktober für acht Tage auf La Digue weilen.
    Gern können wir Dir etwas Bestimmtes aus Deutschland mitbringen, falls Du etwas benötigst. Melde Dich einfach!

    • Hi Karen,
      danke für deinen Kommentar. Wie schön, dass ihr nach La Digue kommt. Und vielen lieben Dank für das Angebot. Wie viel Platz habt ihr denn noch? Dann komme ich sehr gerne drauf zurück und würde was zu dir nach Hause bestellen.

      Freu mich auf deine Antwort. Du kannst mir auch gerne eine Mail an info@wolkenweit.de schreiben.

      Liebste Grüße,
      Simone

  12. Josef Blueml sagt

    Hallo Simone,

    Ich kann allem, was du schreibst, nur vollinhaltlich beipflichten.
    Wir fliegen demnächst zum 6. Mal nach Mahe – Anse Forbans.
    Seit nunmehr 5 Jahren reizt mich ein Grundstück mit einem verfallenen Haus nahe dem Meer. Schade drum! Sollte man an einen Kauf und eine Revitalisierung denken, wie wäre da vorzugehen? Wie ermittle ich den Eigentümer? Oder sollte man grundsätzlich die Finger davon lassen?

    • Ohhh, die Anse Forbans. Die ist sooo toll. Ich weiß genau, welches Haus du meinst. Das gehört jemandem und die wohnen sogar da drin. Das Haus wird bewusst so gelassen.

      LG Simone

  13. Elina sagt

    Ein toller Bericht – läd zum Träumen ein :) Das sunset bbq ist schon gebucht – bevor ich es hier gelesen habe :) Wir sind Anfang Juni auf La Digue – du darfst dich gerne melden, wenn du was brauchst!

    Liebe Grüße, Elina

    • Hi Elisa,
      oh, das ist aber lieb. Danke. Ich melde mich gerne nochmal, da ich immer irgendwas brauche und wenn es nur Milka Schokolade ist. hihi :)

      Liebste Grüße,
      Simone

  14. Patrick sagt

    Hallo Simone
    Meine Frau und ich fliegen kommendes Wochenende nach La Digue. Leider dauert unser Urlaub nur eine Woche aber wir freuen uns sehr. Wir werden im Hotel Patatran übernachten und sind natürlich auch immer dankbar für ein paar Insider-Informationen zu Ausflügen und gemütlichem Essen.
    Gerne nehmen wir auch etwas Feines oder Elektronisches aus Europa für dich mit. Unsere selber hergestellte Marmelade kann ich jedenfalls empfehlen.
    Liebe Grüsse,
    Patrick

    • Hi Patrick,
      danke für das Angebot. Leider habe ich euren Kommentar erst gerade entdeckt. Ich wünsche euch eine schöne Zeit hier.

      LG Simone

  15. Julia sagt

    Liebe Sinone
    Dein Blog ist so toll. Jetzt freue ich mich noch mehr auf unsere Reise.Mein Freund und ich werden die ersten beiden Juli Wochen auf den Seychellen verbringen. Wenn du noch etwas benötigst haben wir sicher noch Platz im Gebäck:)
    Lg Julia

    • Hi Julia, das ist ja lieb, danke. Ich mache gerade zwei Wochen Urlaub in Deutschland und habe schon eingekauft. Trotzdem lieben Dank! :)) Liebe Grüße, Simone

  16. Charlotte sagt

    Das klingt so schön!!
    Und du hast total Recht mit dem ganzen Überfluss, an den man sich gewöhnt hat…
    Wir sind im Moment mit unserem Van in Neuseeland unterwegs und da merkt man auch, dass man vieles eigentlich gar nicht braucht und es nur unnötiger Ballast ist. Es ist ziemlich befreiend mit wenig Sachen auszukommen und sich voll und ganz auf die Natur um einen konzentrieren zu können! :-)
    Ich möchte auf jeden Fall auch mal auf die Seychellen! Jetzt erst Recht, wo ich mir doch Tipps von dir holen kann;)
    Ich melde mich dann!
    Dir wünsche ich noch einen nie langweilig werdenden Alltag und viele weitere schöne Strandtage!!

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