Antholz Winterwandern – Verschneite Landschaften, ruhige Wege und Touren mit Panorama-Garantie
Ende Januar ging es für Lion und mich noch einmal in den Schnee – zum Winterwandern ins Antholzertal, ein ruhiges Seitental des Pustertals in Südtirol. Dort war ich zuvor noch nie, entsprechend groß war die Neugier auf diese Ecke der Alpen.
Das Antholzertal ist vor allem als Langlauf- und Biathlon-Hotspot bekannt, überrascht aber auch mit traumhaften Winterwanderungen. Verschneite Wälder, weite Ausblicke, der smaragdgrüne Antholzer See und die beeindruckende Bergkulisse des Naturparks Rieserferner-Ahrn machen die Region zu einem perfekten Ziel für alle, die den Winter abseits der Pisten erleben möchten.
In diesem Beitrag zeige ich dir die schönsten Winterwanderungen im Antholzertal und stelle dir auch unser Hotel vor, das sich als idealer Ausgangspunkt erwiesen hat.
Inhalt
- Antholzertal in Südtirol – ein Überblick
- Die schönsten Winterwanderungen im Antholzertal
- Entspannte Rundwanderung am Antholzer See (1.640 m)
- Winterwanderung zum Staller Sattel (2.052 m)
- Winterwanderung zum Astjoch (2.194 m)
- Winterwanderung zum Lutterkopf (2.145 m)
- Mein Hotel-Tipp: Hotel Vierbrunnenhof
- Fazit

Antholzertal in Südtirol – ein Überblick
Wo liegt das Antholzertal?
Das Antholzertal (italienisch Valle di Anterselva), oft einfach Antholz genannt, ist ein rund 21 Kilometer langes Seitental des Pustertals in Südtirol. Es liegt eingebettet im Naturpark Rieserferner-Ahrn und reicht bis zum Staller Sattel (2.052 m), dem Übergang ins Osttiroler Defereggental in Österreich.
Entlang des Tals verteilen sich mehrere kleine Dörfer, die zur Gemeinde Rasen-Antholz mit knapp 3.000 Einwohnern gehören. Den Talschluss bildet der malerische Antholzer See.
Was zeichnet das Antholzertal aus?
Bekannt ist die Region vor allem als Hochburg des Langlaufs und Biathlons: Über 60 Kilometer Loipen ziehen sich durch das Tal und die Südtirol Arena in Antholz Obertal zählt zu den traditionsreichsten Weltcup-Austragungsorten.
Doch abseits der Loipen zeigt sich das Antholzertal im Winter von einer besonders ruhigen Seite. Zahlreiche Winterwanderwege und Schneeschuhrouten führen durch verschneite Wälder, über weite Almen und hinauf zu aussichtsreichen Punkten. Ein besonderes Highlight ist der zugefrorene Antholzer See, der im Winter eine ganz eigene, fast mystische Atmosphäre bekommt.
Die schönsten Winterwanderungen im Antholzertal
Entspannte Rundwanderung am Antholzer See (1.640 m)
Im Winter zeigt sich der Antholzer See von seiner besonders beeindruckenden Seite: tief verschneite Wälder, eine zugefrorene Eisfläche und darüber die markanten Gipfel des Naturparks Rieserferner-Ahrn. Als wir Ende Januar hier ankamen, lag der See komplett unter einer dicken Eisschicht – eine fast schon nordische Szenerie mitten in Südtirol.
Die rund 3,5 Kilometer lange Uferwanderung ist ideal zum Ankommen und perfekt für den ersten Tag. Der präparierte Winterweg führt einmal nahezu eben um den See herum und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge. Große Höhenunterschiede gibt es keine, dafür viel Landschaft zum Genießen.
Ich bin vom Hotel Vierbrunnenhof bequem mit dem Bus zum See gefahren – so kann man die Runde ganz entspannt starten und je nach Lust sogar erweitern.
Eine schöne Einkehrmöglichkeit ist das Restaurant Platzl am See, direkt am Ufer. Durch die großen Panoramafenster hat man einen tollen Blick auf die winterliche Landschaft. Gleich daneben verlaufen außerdem die Langlaufloipen sowie eine kleine Rodelstrecke.
Im Winter ist die Passstraße zum Staller Sattel für den Autoverkehr gesperrt. Ab dem See gehört die Straße ganz den Winterwanderern und wird zu einem herrlich ruhigen Weg. Wer noch weitergehen möchte, kann die Tour in diese Richtung beliebig verlängern. Ich bin von dort schließlich zu Fuß zurück zum Hotel gelaufen.
Details zur Winterwanderung am Antholzer See
- Dauer: ca. 1 Stunde
- Länge: 3,5 km
- Höhenmeter: 25 m
- Einkehren: Restaurant Platz am See


Winterwanderung zum Staller Sattel (2.052 m)
Der Staller Sattel markiert die Grenze zwischen Italien und Österreich und verbindet das Antholzertal mit dem Osttiroler Defereggental. Doch der Pass ist weit mehr als nur ein Übergang – im Winter wird er zu einem besonders reizvollen Ziel für eine aussichtsreiche, sportlichere Winterwanderung.
Während die Passstraße von etwa Mitte Mai bis Ende Oktober für Autos geöffnet ist, gehört sie in den Wintermonaten ganz den Wintersportlern. Dann verwandelt sich die kurvenreiche Straße in einen breit präparierten Winterweg mit beeindruckender Bergkulisse. Neben Winterwanderern sind hier auch Langläufer und Rodler unterwegs, dennoch findet man immer wieder ruhige Abschnitte. Teilweise verläuft die Route auch parallel zur Straße durch den Wald, was für zusätzliche Abwechslung sorgt.
Der Anstieg ist gleichmäßig, aber mit rund 450 Höhenmetern durchaus spürbar – ideal, wenn du nach der entspannten Seerunde eine etwas aktivere Tour suchst. Vom Antholzer See brauchst du etwa zwei Stunden bis zum Sattel und gehst anschließend auf demselben Weg zurück.
Wir selbst sind zeitlich nur bis etwa zur Hälfte aufgestiegen, aber schon unterwegs öffnen sich immer wieder schöne Blicke zurück ins Tal, sodass sich die Tour auch als kürzere Variante absolut lohnt.
Details zur Winterwanderung Staller Sattel
- Länge: ca. 6 km
- Dauer: 2 Std.
- Höhenmeter: 450 m Aufstieg/Abstieg



Winterwanderung zum Astjoch (2.194 m)
Diese Tour war die sportlichste unserer Wintertage im Antholzertal. Gemeinsam mit dem Wanderguide vom Vierbrunnenhof sind Lion und ich zum Ausgangspunkt gefahren, dem kleinen Wanderparkplatz beim Kreuzner oberhalb von Ellen.
Zunächst führt der Weg über einen verschneiten Forstweg stetig bergauf durch den Wald. Nach etwa einer Stunde lichtet sich die Landschaft, wir erreichen die Baumgrenze – und genau hier beginnt der eindrucksvollste Teil der Tour. Das Gelände wird weiter, die Aussicht öffnet sich Schritt für Schritt, und bei strahlendem Sonnenschein steigen wir über die glitzernden Hänge dem Gipfel entgegen.
Die Anstrengung lohnt sich, denn oben wartet ein atemberaubender Panoramablick. Das Astjoch in Burgstall ist ein wunderschöner Aussichtsgipfel mit Blick auf die Dolomiten und die Südtiroler Berge.
Der Abstieg führte uns zur urigen Starkenfeldhütte, wo wir mit Kaiserschmarrn und einer Schorle eingekehrt sind (Empfehlung!). Von dort geht es durch den Wald entspannt zurück zum Ausgangspunkt.
Eine abwechslungsreiche Wintertour mit Gipfelfeeling, die Kondition verlangt, aber technisch unkompliziert ist.
Details Winterwanderung aufs Astjoch
- Dauer: ca. 4:45 (inkl. Pausen)
- Länge: 13,8 km
- Höhenmeter: ↑ 670 m / ↓ 670 m
- Einkehren: Starkenfeldhütte







Winterwanderung zum Lutterkopf (2.145 m)
Diese Tour startet ruhig und steigert sich Schritt für Schritt zu einem aussichtsreichen Gipfelerlebnis. Ausgangspunkt ist der Parkplatz nahe des Berggasthofs Mudlerhof auf etwa 1.623 Metern.
Zunächst folgt man dem breiten Forstweg Nr. 31 durch den verschneiten Wald. Der Weg wird später schmaler und führt gleichmäßig bergauf – eine angenehme, konstante Steigung ohne technische Schwierigkeiten. Nach rund eineinhalb Stunden lichtet sich der Wald, die Baumgrenze ist erreicht und erstmals öffnen sich die Blicke auf die Dolomiten.
Von hier ist es nicht mehr weit zum hölzernen Gipfelkreuz des Lutterkopfs. Oben angekommen wartet ein schöner Aussichtspunkt mit Blick auf markante Gipfel wie Haunold und Seekofel.
Wer noch Energie hat, kann die Wanderung vom Lutterkopf (2145 m) zum Durakopf (2275 m) verlängern. Für die Entscheidung bleibt aber noch Zeit, da sowohl der Rückweg über die Taistner Alm als auch die Wanderung zum Durakopf zunächst über den breiten Kamm, ohne nennenswerte Steigung, führt, bevor nach rund 50 Minuten der Aufstieg zum Durakopf bzw. der Abstieg zur Alm erfolgt.
Die Taistner Alm ist der perfekte Ort für eine gemütliche Einkehr. Mit Schlitten lässt sich der Rückweg sogar als kleine Rodelpartie gestalten, alternativ wandert man entspannt über den Forstweg zurück zum Parkplatz.
Details Winterwanderung auf den Lutterkopf
- Dauer: ca. 3 Stunden
- Länge: 10 km
- Höhenmeter: ↑ 630 m / ↓ 630 m
- Einkehren: Taistner Alm






Mein Hotel-Tipp: Hotel Vierbrunnenhof
Der Vierbrunnenhof ist 3-Sterne-Superior-Hotel der Familie Messner. Es liegt in Antholz Mittertal, ruhig eingebettet zwischen Wiesen und Bergen – ein idealer Ausgangspunkt für Winterwanderungen, da viele Wege direkt vor der Haustür starten.
Hausherr Thomas ist Hotelier, Landwirt, zertifizierter Wanderführer und Mitglied der Bergrettung. Entsprechend fundiert sind seine Tourentipps – viele meiner Wanderempfehlungen basieren direkt auf seinen Empfehlungen. Man merkt schnell, dass hier die ganze Familie mit Herzblut dabei ist.


Was zeichnet den Vierbrunnenhof aus?
- Wanderwege starten direkt am Hotel
- Mehrmals wöchentlich kostenlose geführte Wanderungen & Schneeschuhtouren
- Verleih von Rucksäcken, Stöcken und Ausrüstung
- Bushaltestelle direkt vor der Tür
- Ruhige Lage mitten im Tal
- Wellnessbereich mit Panorama-Sauna, Hallenbad und Ruheräumen
- Regionale Küche mit vielen Produkten aus eigener Landwirtschaft
- Gute Anbindung zum Kronplatz (ca. 14 km)
- Hunde willkommen
Die Zimmer
Der Vierbrunnenhof verfügt über rund 30 Zimmer in verschiedenen Kategorien – von klassischen Naturzimmern bis zu großzügigeren Bergzimmern. Ich war in einem Zimmer mit Balkon untergebracht, mit Blick in die ruhige Berglandschaft.
Hier kannst du das Hotel buchen: Vierbrunnenhof

Kulinarik
Morgens startet man mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet in den Wandertag, auf Wunsch werden auch Jausen vorbereitet. Abends gibt es ein mehrgängiges Menü mit vielen regionalen Produkten – Fleisch aus eigener Landwirtschaft, Kräuter aus dem Garten und Spezialitäten aus der Umgebung. Besonders positiv: Es gibt auch sehr gute vegetarische Optionen.


Ich habe mich durch alle vegetarischen Optionen probiert und es war köstlich. Auch glutenfreie Gerichte sind möglich.

Wellnessbereich
Nach der Tour wartet ein moderner Wellnessbereich mit Hallenbad, Sauna und einem neuen Panorama-Ruheraum mit Blick auf die verschneiten Berge – genau das Richtige nach einem kalten Wintertag draußen.







Aktivitäten & Lage
Durch die zentrale Lage im Antholzertal erreichst du sowohl den Antholzer See als auch viele Startpunkte in wenigen Minuten. Auch Bruneck oder Innichen sind gut erreichbar.
Der Kronplatz, das nächst gelegene Skigebiet mit 119 km Pisten, ist an das weltweit größte Dolomiti Superski Karussell angeschlossen. Nur einen Kilometer entfernt, befindet sich der Riepenlift, Südtirols längster Schlepplift, der sich perfekt für Anfänger eignet.
Im Winter organisiert der Vierbrunnenhof geführte Wanderungen, Schneeschuhtouren und Rodelausflüge – ideal, wenn man die Region nicht allein erkunden möchte.
DER Vierbrunnenhof ZÄHLT ZU DEN WANDERHOTELS®
…. und erfüllt somit alle Qualitätsversprechen. Alle Häuser sind seit Generationen familiengeführt. In den Wanderhotels® triffst du auf erfahrene Wanderexperten. Alle Hotels liegen in bester Lage, inmitten der schönsten Wanderregionen in Österreich, Südtirol und Deutschland. Die Wanderwege beginnen direkt vor der Haustür. Wöchentlich gibt es kostenlose geführte Touren mit professionellen Bergführern. Die Küche ist regional und gesund. Und last, but not least: Wellness. Denn jedes Wanderhotel® verfügt über einen Wellnessbereich mit Sauna & Co. Hier kannst du mehr über die Wanderhotels erfahren.



Fazit
Der Vierbrunnenhof ist eine sehr gute Wahl für alle, die das Antholzertal aktiv erleben möchten, ohne auf Komfort zu verzichten. Besonders gefallen haben mir die ruhige Lage, das hervorragende Essen, die ehrliche Herzlichkeit der Gastgeber und die kompetenten Wandertipps. Durch die zentrale Lage im Tal lassen sich viele Touren direkt oder in kurzer Zeit erreichen – eine ideale Basis für mehrere Winterwandertage.
Ich war die Tage zuvor übrigens zum Winterwandern in Sand in Taufers im Ahrntal und von dort waren es nur 40 Minuten (35 km) bis zum Vierbrunnenhof und dem Antholzertal – eine perfekte Kombi, wie ich finde.
Warst du schon mal Winterwandern im Antholzertal? Ich freue mich über deinen Kommentar unter diesem Blogbeitrag!
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Transparenz: Diese Reise fand in Zusammenarbeit mit dem Vierbrunnenhof und den Wanderhotels® statt. Meine Meinung bleibt davon natürlich wie immer unberührt und spiegelt meine authentische Berichterstattung. Vielen Dank für die schöne Zusammenarbeit.

